Beiträge
Literaturtaler 2026 an Herbert Somplatzki
02.05.2026
Literaturtaler 2026 für Herbert Somplatzki
Der undotierte Literaturtaler wird vom LiteraturRat NRW in jedem Jahr für hervorragende Verdienste bei der Literaturförderung verliehen. Der LiteraturRat NRW verleiht in diesem Jahr dem in Schmallenberg lebenden Autor Herbert Somplatzki den Literaturtaler. Herbert Somplatzki hat sich jahrzehntelang in vielfältiger Weise und mit enormem persönlichen Einsatz um den Literaturstandort Nordrhein-Westfalen und weit über diesen hinaus verdient gemacht.
Festakt 40 Jahre LiteraturRat
02.06.2026
Festakt 40 Jahre LiteraturRat
Gegründet 1986, vertritt der LiteraturRat heute alle im Bereich der Literatur tätigen Institutionen in NRW. Am 2. Juni um 18.30 Uhr möchten wir den runden Geburtstag mit unseren Mitgliedern und Gästen zusammen begehen, um zurück und nach vorn zu blicken, das Erbe und die Zukunft des Schreibens und Lesens in unserem Bundesland gebührend zu feiern.
Grußworte kommen von der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Ina Brandes sowie vom Vorsitzenden des Kulturrates NRW Lorenz Deutsch. Es erwarten Sie außerdem: Musik von Jule Blumt, Poesie von Jule Weber sowie die Verleihung des LiteraturTalers 2026, unseres Preises für herausragendes Engagement für Literatur in Nordrhein-Westfalen.
NRW-Kulturhaushalt 2026 im Plus
20.02.2026
NRW-Kulturhaushalt 2026 im Plus
Damit hatte niemand gerechnet: Der NRW-Kulturhaushalt 2026 mit 7,4 Mio Euro im Plus. Der Kulturrat NRW begrüßt die Erhöhung. Der LiteraturRat NRW hofft auf mehr Geld für die krass unterfinanzierte Literatur. Er weist aus diesem Anlass noch einmal auf die seit Langem unverhältnismäßig geringe Förderung der Literatur hin: Für Bibliotheken und allgemeine Literaturförderung stehen nur ca. 3,5 % des gesamten NRW-Kulturhaushalts zur Verfügung.
Michael Serrer wird Ehrenvorsitzender
10.11.2025
LiteraturRat NRW ernennt Michael Serrer zum Ehrenvorsitzenden
Michael Serrer ist erster Ehrenvorsitzender des LiteraturRat NRW e.V. Auf der Mitgliederversammlung Anfang Juni trug ihm der Vorstand feierlich den Ehrenvorsitz an. Damit bleibt Serrer dem LiteraturRat auch zukünftig eng verbunden, dessen Vorsitzender er von 2011 bis 2023 war. Auch weiterhin nimmt er dafür eine wichtige Aufgabe wahr: Im Rundfunkrat des WDR übt er zusammen mit der Autorin Sabine Lipan die Vertretung des LiteraturRats aus.
Bei der Verleihung des Ehrenvorsitz bekräftigte der amtierende Vorsitzende des LiteraturRat Jörg Albrecht einmal mehr, dass die aktuelle Arbeit des Rats auf den Verdiensten von Michael Serrer aufbaue. Anja Bergmann, stellvertretende Vorsitzende, überreichte Serrer eine eigens angefertigte, kunstvolle Schärpe und dankte ihm für sein herausragendes Engagement.
Statement zur Kürzung des Kulturetats – Haushalt 2024
20.5.2024
Statement zur Kürzung des Kulturetats im Haushalt 2024 der Landesregierung NRW
Mit großer Sorge nimmt der LiteraturRat Nordrhein-Westfalen den Entwurf für den Haushaltsplan der Landesregierung für 2024 zur Kenntnis. Der Aufwuchs des Kulturetats um 50 Prozent bis 2027, im Koalitionsvertrag mit der Überschrift „Zukunftsvertrag für Nordrhein-Westfalen“ angekündigt, scheint tatsächlich nur noch ferne Zukunft zu sein. Unmittelbar bevor stehen vielmehr Kürzungen um 7 Millionen Euro.
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Die gesamte Literaturlandschaft Nordrhein-Westfalens, die der LiteraturRat vertritt, wird hierunter besonders leiden. Denn die Literatur erhält ohnehin einen erheblich geringeren Anteil an Förderung als ihre Schwesterkünste.
Im Koalitionsvertrag formuliert die Regierung, sie wolle sich für »die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure der Literaturszene« einsetzen, außerdem auch für „kulturelle Bildung und Teilhabe an allen Schulformen“ sowie „die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern“.
Als Akteur:innen des literarischen Lebens in NRW sehen wir diese Ziele gefährdet.
Denn mit Einsparungen konfrontiert, kann die wichtige Netzwerkarbeit nicht in der dringend notwendigen Qualität und Professionalität fortgesetzt werden. Vor allem auch der kulturelle Bildungsauftrag, dem sich die Literaturszene verpflichtet sieht, ist gefährdet: Leseförderung und das Wecken von Lust auf Umgang mit Sprache und Literatur werden mit sinkenden finanziellen Mitteln kaum durchführbar sein. Dies ist angesichts einer abnehmenden Lesefähigkeit junger Menschen alarmierend. Gerade in einer immer diverseren Gesellschaft ist die Fähigkeit, sich mit anderen über die eigenen Vorstellungen und Wünsche qua Sprache zu verständigen und somit am kulturellen Leben teilhaben zu können, unabdingbar.
Mit den Einsparungen wird aber nicht nur das, sondern auch der Wert der Literatur in einer zunehmend medialen Gesellschaft infrage gestellt. IIm Feld der Bibliotheken und ihrer Förderung sind hier besonders die ländlichen Räume betroffen, wo die Bevölkerung oft genug an infrastrukturellen Mängeln leidet. Aber auch im urbanen Raum droht sich die „soziale Schere“ noch weiter zu öffnen.
Nicht zuletzt bangen wir um die Existenz der vielen freien Autor:innen und Übersetzer:innen, deren Lebensunterhalt ohnehin in den meisten Fällen prekär ist. Die im Kulturgesetzbuch festgeschriebenen Standards sind durch die Kürzungen nicht umsetzbar.
Wir als LiteraturRat NRW fordern die Regierungsparteien entschieden auf: Machen Sie die angekündigten Kürzungen im Kulturetat rückgängig! Wir nehmen Ihren Koalitionsvertrag beim Wort und verlassen uns darauf. Die Literatur und das Lesen müssen in der diversen Gesellschaft Nordrhein-Westfalens weiterhin das kulturelle Leben mitprägen.
Der LiteraturRat Nordrhein-Westfalen e.V. vereint die im Bereich der Literatur tätigen Kräfte im Land und vertritt deren Belange gegenüber der Öffentlichkeit. Er trägt dazu bei, das literarische Schaffen in Nordrhein-Westfalen zu stärken, weiterzuentwickeln und zu bewahren und ihm eine Bühne zu bieten. Der LiteraturRat verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige kulturelle Zwecke.
Zu seinen Mitgliedern gehören die fünf nordrhein-westfälischen Literaturbüros, Literaturhäuser, große und kleine literarische Gesellschaften, Literaturinstitute, Stadtbüchereien, Verlage, Autorenverbände, literarische Archive, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels (NRW), das Europäische Übersetzer-Kollegium und zahlreiche andere Akteur:innen des literarischen Lebens in NRW.