in zwei, drei
Sprachen
haben wir
gewartet*
* Barbara Köhler in: 42 Ansichten zu Warten auf den Fluss
Auf der Leipziger Buchmesse ist auch in diesem Jahr wieder Literatur aus aller Welt zu Gast – und wir freuen uns sehr 2026 mit den vielfältigen literarischen Institutionen und Aktivitäten des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes dabei zu sein!
Bereits zum elften Mal präsentiert der LiteraturRat NRW als Dachverband der literarischen Institutionen des Landes den LiteraturSalon NRW. In diesem Jahr knüpfen wir mit dem Motto „in zwei, drei Sprachen haben wir gewartet“ an die Verleihung des Literaturtalers im vergangenen Dezember an Dr. Renate Birkenhauer vom Europäischen Übersetzerkolleg in Straelen an.
Im LiteraturSalon 2026 freuen wir uns wieder auf viele Autor*innen und Kolleg*innen, die bei uns ihre Institute, Verlage, Projekte, Festivals und Auszeichnungen vorstellen. Im 40. Jubiläumsjahr des LiteraturRats laden wir zur Messeeröffnung zu Kaffee und Croissants an den Stand und blicken am Freitag um 11:00 Uhr mit Wegbegleiter*innen der vergangenen Jahrzehnte zurück und nach vorn. Gemeinsam diskutieren wir das Erbe und die Zukunft des Schreibens und Lesens im bevölkerungsreichsten Bundesland.
Entdeckt unser Programm hier auf der Seite. Alternativ steht es als PDF-Datei (1 MB) zum Herunterladen bereit.
Donnerstag, 19.3.
11:00 |
LiteraturRat NRW
12:00 |
Literaturhaus Bonn & Literaturbüro NRW | Emily Grunert, Matthias Navrat, Jayrôme C. Robinet, Almuth Voß
INFO
Die Weltpolitik erfordert mehr denn je, dass Europa seine Kräfte bündelt. Auf fortschreitende Prozesse der Renationalisierung möchten wir von NRW aus mit einem französisch-deutsch-polnischen Projekt reagieren. Gemeinsam mit den zweisprachigen Autoren Matthias Nawrat und Jayrôme C. Robinet stellen Almuth Voß vom Literaturhaus Bonn und Emily Grunert vom Literaturbüro NRW ihre Initiative Weimarer Dreieck literarisch vor.
Denn Literatur-Akteur*innen und -Netzwerke in Europa beschränken sich meist auf den je eigenen Sprachraum und den entsprechenden Markt. Zunehmend verstellen weltweit dominierende englischsprachige Titel den Blick auf andere Kulturen und Literaturen. Dabei ist gerade die Literatur geeignet, Zugänge zu unbekannten Räumen zu öffnen und transkulturelle Brücken der Empathie zu bauen.
13:00 |
Burg Hülshoff – Center for Literature | Jörg Albrecht, Marion Blomeyer, Moritz Klein
INFO
Das Droste Workbook ist ein lebendig gestaltetes Buch. Es bringt den Lesenden die Poetin Annette von Droste-Hülshoff und ihre Literatur nahe. Das Workbook enthält Bilder, spielerische Aufgaben, Anleitungen und Übersetzungen in verschiedene Sprachen.
Verleger Moritz Klein vom Peter Hammer Verlag und Herausgeber Jörg Albrecht befragen die Gestalterin Marion Blomeyer: Wie hat sie Literatur und Geschichte in ein Leseerlebnis übersetzt? Und wie sieht die Reise durch Drostes Welten konkret aus?
Annette von Droste-Hülshoff lebte von 1797 bis 1848. Sie schrieb mutige und wuchtige Texte. Ihre Gedichte und Erzählungen sind bis heute wegweisend. Sie bringen zum Beispiel weibliche Selbstermächtigung zur Sprache und zeigen den Menschen als ein Lebewesen unter vielen.
14:00 |
Am Beispiel von „Poetische Quellen“ in Ostwestfalen / Michael Kegler, Annette Kopetzki, Michael Scholz
INFO
Internationale Literaturfeste finden in Deutschland statt, weil sie auf das Interesse des Publikums bauen, andere Kulturen kennenzulernen. Ddenn Literatur macht neugierig und ruft ein Gespür für das noch Ungekannte hervor.
Das alles würde nicht ohne Übersetzender gelingen, die Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays aus anderen Sprachen ins Deutsche übersetzen. Ohne diese erstrangigen Kulturvermittler gäbe es kein tieferes Wissen über das Verständnis und die Gefühlswelten der Menschen in anderen Ländern.
Welche Rolle spielen Übersetzende aber bei internationalen Literaturfesten in Deutschland? Das Podium bespricht dies besonders anhand des in Ostwestfalen ausgerichteten Internationalen Literaturfestes Poetische Quellen.
15:00 |
Peter Hammer Verein für Literatur und Dialog / Arne Rautenberg, Moritz Klein
INFO
Wenn Wörter wackeln und Wachteln reimen: In seinem neuen Best-of-Band »Achtunddreißig Wachteln kommen zum übernachteln« (mit Illustrationen von Rotraut Susanne Berner) zeigt Arne Rautenberg, wie Poesie Wirklichkeit in Klang und Rhythmus verwandelt – und warum Sprache ein sinnliches Abenteuer ist.
Im Gespräch mit Verlagsleiter Moritz Klein spricht er darüber, wie Lyrik die Welt »übersetzt« – besonders für Kinder, die Sprache spielerisch und immer wieder neu entdecken. Eine vergnügliche, poetische Stunde für kleine und große Sprachverliebte.

Moritz Klein © PicturePeople
16:00 |
Kunststiftung NRW / Lisa James, Esther Kinsky, Jan Valk
INFO
Literarische Vorhaben, die besonders mutig sind, kühn und waghalsig, stellen ihre Autor*innen vor enorme Herausforderungen. Diesen Prozess nicht ganz allein bewältigen zu müssen, kann von großem Wert sein. Das plus eins programm der Kunststiftung NRW setzt genau hier an, indem es ganz individuelle Mentorats-Konstellationen stiftet.
Auf diesem Panel öffnen Lisa James (Stipendiatin) und Esther Kinsky (Mentorin) ihre gemeinsame Werkstatt und erlauben einen Blick in den Prozess der Zusammenarbeit. Sie lesen unveröffentlichte Texte, erzählen von abenteuerlichen Recherchen und berichten vom großen Reiz, nicht nur allein zu arbeiten – sondern Wissen zu teilen. Und Banden zu bilden.
Freitag, 20.3.
11:00 |
LiteraturRat NRW & Gäste / Jörg Albrecht (LiteraturRat NRW), Emily Grunert (Literaturbüro NRW), Anja Urbschat (Börsenverein NRW), Jan Valk (Kunststiftung NRW)
INFO
Einige Wegbegleiter:innen der vergangenen Jahrzehnte blicken zurück und nach vorn. Gemeinsam diskutieren sie das Erbe und die Zukunft des Schreibens und Lesens im bevölkerungsreichsten Bundesland. Was geschah bisher, und was kann noch kommen? Was braucht es angesichts von Krisen? Und wie geht Literatur in der Fläche?
Gegründet 1986, vertritt der LiteraturRat NRW heute alle im Bereich der Literatur tätigen Kräfte in NRW, von Autor:innen und Übersetzer:innen über die Büchereien, Verlage und Buchhandlungen bis zu den Literaturbüros, -netzwerken und -häusern.
12:00 |
Mord am Hellweg XII / David Nethen, Heiner Remmert, Annika Strauss
INFO
Mord am Hellweg ist Europas größtes internationales Krimifestival. 2002 als Biennale gegründet, findet es in diesem Jahr zum zwölften Mal an Hellweg und Ruhr statt.
Beim LiteraturSalon NRW lüftet das neue Leitungsteam aus David Nethen (Kreisstadt Unna) und Heiner Remmert (Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V.) das Geheimnis um erste Programmhöhepunkte 2026.
Autorin Annika Strauss wird zudem über ihre enge Verbindung zum Festival erzählen und Auszüge aus ihrem aktuellen Buch REM zum Besten geben.

Annika Strauss © Claudia Engl
14:00 |
Peter Hammer Verlag / Julia Braun, Gudrun Honke, Moritz Klein
INFO
Es geht um die sprachlichen Zwischenräume, in denen Literatur entsteht. Ausgangspunkt ist Gaëlle Bélems Roman »Die seltenste Frucht« (Peter Hammer Verlag 2026), der auf La Réunion spielt – einer Insel, auf der Französisch und Kreolisch, Erinnerung und Gegenwart ineinanderfließen.
Die Übersetzerinnen Gudrun Honke und Julia Braun sprechen mit Verlagsleiter Moritz Klein über die Herausforderungen, Mehrsprachigkeit, Rhythmus und kulturelle Nuancen ins Deutsche zu übertragen. Lesung und Gespräch verbinden poetische Klangwelten mit reflektierten Einblicken in das Übersetzen postkolonialer Literatur.
15:00 |
Literaturbüro OWL / Karsten Strack, Charlotte Tappmeier
INFO
Unter dem Titel Lit2Scape entwickelt das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe einen literarischen Escape Room. Das Projekt vermittelt Demokratie und soll zunächst an Schulen in Ostwestfalen-Lippe Station machen.Inhaltliche Grundlage ist ein literarischer Text, der als Auftragsarbeit entsteht. Die und der den Schüler*innen erhalten diesen Text vor ihrem Besuch des Escape Rooms als Lektüre. Der Raum selber funktioniert multimedial und vielsprachig.
Charlotte Tappmeier und Karsten Strack erläutern als Projektleitung die Konzeption und Umsetzung.
16:00 |
LiteraturRat NRW / Renate Birkenhauer, Rikarde Riedesel, Klaudia Ruschkowski, Gregor Seferens
INFO
Literaturübersetzungen öffnen Türen in literarische Welten, die dem Leser ansonsten verschlossen blieben. Doch die Arbeit der Übersetzerinnen und Übersetzer steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Zwischen Kreativität und Professionalität gilt es vielfältige Aufgaben zu meistern.
In der Podiumsdiskussion werden Fragen zur Anerkennung der Literaturübersetzerinnen und -übersetzer thematisiert, genauso wie die Auseinandersetzung mit KI oder das spannende Thema Fortbildungen. Einblicke in den Arbeitsalltag und die Zukunft der Literaturübersetzung stehen im Fokus.
16:45 |
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. – Regionalgeschäftsstelle NRW / Lena Dorn, Vratislav Manák, Anja Urbschat
INFO
In seinem neuen Essayband, erschienen im Karl Rauch Verlag, beleuchtet Vratislav Maňák aus einer philosophisch-soziologischen Perspektive klug und unterhaltsam das schwule Leben im heutigen Mitteleuropa.
Maňák gilt als wichtige literarische Stimme in Tschechien, das 2026 Gastland der Frankfurter Buchmesse sein wird. Der Autor reflektiert Fragen schwuler Identität im 21. Jahrhundert und fragt, was es in unserem Kulturraum bedeutet, queer zu sein. In sechs europäischen Städten führt er an Orte, die als gay spaces gelten können: vom Berliner Tanzclub über die traditionsreiche Wiener Herrensauna Kaiserbründl bis hin zum Foyer des Janáček-Theaters.
Sein Anliegen ist es, diese Perspektiven sichtbar zu machen und durch Übersetzungen neue Denk- und Gesprächsräume über Ländergrenzen hinweg zu eröffnen.
Samstag, 21.3.
11:30 |
Fritz-Hüser-Institut / Berit Glanz, Anna Seidel
INFO
Berit Glanz spricht mit Anna Seidel (Fritz-Hüser-Institut) über Mehrsprachigkeit in ihrem neuesten Roman, das Übersetzen von Recherchen in Fiktion, über Genres als Sprache und den Entstehungsprozess von Literatur. Die beiden sprechen über den Roman „Unter weitem Himmel“ (2025) und den Entstehungsprozess von „Pixeltänzer“ (2022), über den Berit Glanz in der Anthologie „Die Backstage eines Buches“ (2025) geschrieben hat.

Berit Glanz © Cat Gundry-Beck
12:30 |
Literaturbüro NRW / Maren Jungclaus, Vera Vorneweg
INFO
Denkmäler erinnern in der Regel an wichtige Persönlichkeiten oder Ereignisse, in den meisten Fällen stellen sie konkrete Menschen oder Begebenheiten dar und »übersetzen« sie in eine Form der skulpturellen Darstellung. Oft bleiben sie weitgehend unbeachtet oder – umgekehrt, sie werden aus Gewöhnung nicht mehr wirklich wahrgenommen, und somit auch nicht hinterfragt.
Das Projekt »überdenken – überschreiben« nähert sich einigen Düsseldorfer Denkmälern von literarischer Seite, rückt sie in den Fokus, betrachtet sie kritisch, neugierig oder aus einem unerwarteten Blickwinkel. Fünf Düsseldorfer Autor:innen (Jana Buch, Sven-André Dreyer, Kaleb Erdmann, Tracy Michalik und Vera Vorneweg) haben sich mit einem Denkmal ihrer Wahl auseinandergesetzt, schreibend darauf reagiert und die Objekte in Texte »übersetzt«. Die Ergebnisse waren im Rahmen öffentlicher Touren zu erleben, bei denen die Autor:innen ihre Texte vorstellten, über ihre Auswahl und den Arbeitsprozess sprachen und mit dem Publikum diskutierten.
14:00 |
Literaturbüro NRW / Maren Jungclaus, Vera Vorneweg
INFO
Seit ihrer Gründung 2015 hat sich die Poetica zu einem der bedeutendsten Festivals für internationale Lyrik entwickelt. Es wird jährlich von der Universität zu Köln in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung veranstaltet. Dem Festival liegt der Gedanke zugrunde, dass Literatur ebenso Wissen formt wie die an der Hochschule angesiedelten Wissenschaften – und dass dies im mehrsprachigen und kulturübergreifenden Dialog sichtbar wird.
Die Kuration wird jeweils von einer Dichter:in übernommen, der:die zu einem selbstgewählten Leitthema bis zu zehn internationale Autor:innen einlädt. Rike Scheffler kuratierte 2026 die Poetica 11 zum Thema „Soft Magic – Poesie & Weltgestaltung“. Im Gespräch mit Marie Baur (Dramaturgin „Poetica“) wird es um die Mehrsprachigkeit poetischer Weltgestaltung, um das vielfältige Übersetzen von Welt und Sprache und die Poetica als Ort der Begegnung gehen.
15:00 |
Poetica – Festival für Weltliteratur / Marie Baur, Rike Scheffler
16:00 |
Verlage gegen Rechts / Ayla Güney, Rubaica Jaliwala, Merle Kröger, Else Laudan
INFO
1983 stürzte sich der junge türkische Aktivist Cemal Kemal Altun nach monatelangem Kampf gegen seine Abschiebung aus dem Fenster des Gerichtsgebäudes. Seine Familie erfuhr vor laufender Kamera von seinem Tod. Inmitten der heftigen politischen Reaktionen entschied sich die indischstämmige Journalistin Navina Sundaram, statt vorbereiteter Interviews diese Aufnahmen zu zeigen. Daraus wurde ein Skandal, der dunkelste Moment ihrer Karriere – und eine klaffende Lücke im Archiv!
Autorin/Filmemacherin Merle Kröger rekonstruiert die Geschichte und lenkt den Blick auf das, was fehlt. Ein packender Beitrag zur Erzählung von Weltgeschehen, Wahrheit und Verschwiegenem; es geht um Journalismus, xenophobe Rhetorik, Rassismus u.v.m. Die Live-Performance basiert auf der Berlin-Biennale-Audio-Installation.
16:45 |
Fritz-Hüser-Institut / Hatice Açigköz, Heike Geißler
INFO
Hatice Açıkgöz und Heike Geißler sprechen über Ageism, fragen danach, wie der Literaturbetrieb in ein solidarisches Miteinander übersetzt werden könnte und sprechen über die Anthologie »Literarisch, Solidarisch – Perspektiven auf einen neuen Literaturbetrieb«.
Der Band vereint Texte, die aus verschiedenen marginalisierten Positionen auf den Literaturbetrieb blicken. Sie stellen Fragen nach Zugang, Zugehörigkeit und Arbeitsweisen. Die Autor:innen schreiben aus persönlicher Sicht von strukturellen Ausschlussmechanismen und schaffen gleichzeitig Raum für utopische Ideen, den literarischen Raum solidarisch zu öffnen.
Sonntag, 21.3.
11:00 |
Abschlussfrühstück: Kaffee & Croissants
LiteraturRat NRW
12:00 |
Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in NRW / Lea Hübner, Bärbel Klässner, Sabine Lipan, Lisa Palmes
INFO
Wie findet Literatur ihren Weg über Sprachgrenzen hinweg? Welche Herausforderungen und Chancen entstehen, wenn Texte in andere Sprachen übertragen werden? Und welche Wünsche haben Autor*innen und Übersetzende an Verlage, Institutionen und die Kulturpolitik, damit Literatur vielfältig zugänglich bleibt?
In dieser moderierten Podiumsdiskussion kommen Schriftstellerinnen und Übersetzende zusammen. Sie berichten von ihren persönlichen Erfahrungen im Übersetzungsprozess, diskutieren über die Bedeutung von Mehrsprachigkeit für die Literaturvermittlung und geben Einblicke in die kreative Zusammenarbeit zwischen Autorinnen und Übersetzenden.
13:00 |
Heinrich-Heine-Institut / Sabine Brenner-Wilczek, Stefan Lüddeman
INFO
Literaturkritik hat heute zwischen feuilletonistischer Debatte, YouTube-Kanal und universitärem Seminar viele neue Formen angenommen und in der digitalen Form ihre Reichweite enorm ausgedehnt. Ihre Geschichte reicht wenigstens bis in das 17. Jahrhundert zurück, doch nie zuvor war ihr Feld so dynamisch, vielgestaltig und umkämpft wie heute, denn sie steht im Spannungsfeld von kommerziellem Literaturmarkt und politischer Meinungsbildung, von medialer Öffentlichkeit und fachlicher Expertise, von subjektivem Lektüreerlebnis und methodisch kontrollierter Analyse.
Das „Handbuch Literaturkritik“ bietet erstmals einen systematischen und umfassenden Zugang zu diesem Phänomen. Es gliedert sich in die Abschnitte Geschichte und Systematik und zeichnet darin sowohl historische Entwicklungslinien als auch systematische Perspektiven nach: etwa von der Professionalisierung der Literaturkritik im 19. Jahrhundert und ihrer Rolle in der Bundesrepublik nach 1945 bis zu methodischen Ansätzen wie der marxistischen, psychoanalytischen und feministischen Literaturkritik.
11:30 |
Heinrich-Heine-Institut / Lothar Müller, Maren Winterfeld
INFO
Weltliteratur entsteht, indem die Gedichte, Lieder, Erzählungen wandern. Aus der arabischen Poesie kam »Der Asra« in Heinrich Heines Gedichtband »Romanzero«. Der bleiche junge Mann machte dort Station, wanderte weiter ins Bosnien des 19. Jahrhunderts, verschenkte im 20. Jahrhundert seinen Namen an eine kroatische Rockband, erlebte die Belagerung Sarajevos und tauchte unvermutet in einem deutschen Sommerfilm des Jahres 2023 auf.
Lothar Müller spürt dem Vor- und Nachleben von Heines »Der Asra« bei Stendhal, Dževad Karahasan sowie Saša Stanišić nach und singt ein Loblied auf die Kunst der Verjüngung von Gedichten: die Rezitation.
Lothar Müller ist Kultur- und Literaturwissenschaftler und war bis 2020 Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in Berlin.
11:30 |
Ausklang
VERANSTALTET VON
GEFÖRDERT VON
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON